Farbnegative digitalisieren


Drei Wege können vom anlogen Farbnegativ zum digitalen Positiv führen:

  • der Auftrag an ein professionelles Fotolabor
  • das Scannen der Negative mit einem Durchlicht-Scanner und spezieller Scannersoftware
  • das Abfotografieren mit der Kamera und anschließende Umwandlung und Bearbeitung mit Standardsoftware wie zum Beispiel Lightroom

Ich habe mich für letzteres mit einer Selbstbaulösung der Halterung entschieden.  Den Aufbau habe ich hier und hier bereits gezeigt. Als Kamera diente mir die Nikon D90 mit dem 40 mm Makroobjektiv.

Für die Digitalisierung einer grösseren Anzahl von Farbnegativen habe ich mein Setup weiter entwickelt und einen  Filmstreifenhalter ergänzt. Als Lichtquelle dient mir jetzt ein Tablet mit einem weißem Hintergrundbild. Das macht mich unabhängig vom natürlichen Licht und schafft konstante Bedingungen. Das Display hat einen grösseren Abstand zum Negativ. Auf diese Weise verschwinden etwaige Strukturen in der Unschärfe. Nach der Aufnahme erfolgen alle Bearbeitungsschritte bis zum digitalen Positiv in Lightroom (Ausnahme: Staubentfernung in Photoshop).  Der Workflow:

  • Benutzerdefinierter Weißabgleich  im Entwickeln-Modus durch Klicken mit der Pipette auf den Filmrand. Dadurch wird der durch die orangefarbene Filmmaskierung hervorgerufene Blaustich vermindert.
  • Umkehren zum Positiv in den Gradationskurven
  • Exportieren als Tiff-Datei. Dadurch können in der weiteren Bearbeitung alle Regler für Tonwerte und Farben wie gewohnt genutzt werden (sonst kehren sich alle Regler um).
  • Finale Bildbearbeitung

 


Es gibt Scanner -Software, mit der die Filmmaskierung heraus gefiltert werden kann. Möglich sein soll das auch mit Spezial-Software wie "Negative LAB Pro" (ca. 100 $). Mit Bordmitteln von Lightroom oder Photoshop ist eine automatisierte Unwandlung mit richtigen Ton- und Farbwerten nicht möglich. Es stehen aber alle Funktionen für eine manuelle Korrektur zu Verfügung.