Videos mit der DSLR Nikon D5300


Eine DSLR-Kamera wie die Nikon D5300 ist natürlich in erster Linie eine Fotokamera. Sie eignet sich aber auch sehr gut zum Aufnehmen von Videos und bietet sogar einige Vorteile im Vergleich zu einem Camcorder. Die Bildqualität ist aufgrund der Sensorgröße viel besser und man kann jedes Kameraobjektiv des Systems verwenden. Besonders beliebt sind lichtstarke Festbrennweiten, die ein Spiel mit der Schärfentiefe erlauben. Damit lassen sich sehr schöne filmische Effekte erzielen.

 

Das Equipment:

Neben der videotauglichen DSLR ist in den meisten Aufnahmesituationen ein Stativ unerlässlich. Am besten nimmt man ein Videostativ wie beispielsweise das Manfrotto 755XB bei dem sich die Mittelsäule ausrichten lässt. Für saubere Schwenks sorgt ein Videoneigekopf. Ein Kugelkopf ist hier eher ungeeignet. Für das Scharfstellen, aber auch bei Freihand-Aufnahmen kann eine Displaylupe hilfreich sein. Wenn der Ton live  aufgezeichnet werden soll ist ein externes Mikrofon erforderlich. Der Liveton, den die Kamera mit dem eingebauten Mikrofon aufnimmt,  ist in der Regel nicht brauchbar. Man kann den Ton auch mit einem externen Audiorecorder oder mit dem Smartphone aufzeichnen und später mit dem Bild synchronisieren.

Die Kameraeinstellungen:

Wenn die DSLR zum Videografieren eingesetzt wird muss man beachten, das zuvor andere Kameraeinstellungen als beim Fotografieren vorgenommen werden müssen. Die wichtigste Einstellung vorab: Manuelle Videoeinstellung = ON. Ganz allgemein kann man sagen, das eigentlich alle wesentlichen Parameter für Belichtung, Farbtemperatur und Schärfe manuell einzustellen sind. Anders als in der statischen Aufnahme eines Fotos ist es einfach nicht möglich, diese Dinge beim Filmen einer Automatik zu überlassen. Unangenehme Sprünge in Helligkeit, Farbe und Schärfe wären die Folge. Es empfiehlt sich die Aufnahme mit der höchstmöglichen Auflösung, in diesem Falle 1920x1080, und eine Framerate von 25 Bildern/Sekunde. Damit ist die Belichtungszeit eigentlich schon festgelegt auf 1/50 Sekunde, wenn man eine optimale Filmwiedergabe haben möchte. Mit der Blende (Achtung: Vor Umschaltung auf den Live-View-Modus einstellen!) steuert man wie gewohnt die Tiefenschärfe und den Rest regelt man mit dem ISO-Wert. Angenehm ist: Man sieht Veränderungen in der Gesamthelligkeit  direkt auf dem Live-View-Bild und man kann nach Augenschein nachregeln. Wenn man gerne offenblendig arbeiten möchte und selbst der geringste ISO-Wert noch zur Überbelichtung führt muss ein Graufilter das eventuell ausgleichen. Wer bei Fotos nur im RAW-Modus arbeitet und einige Kameraeinstellungen nicht beachtet, weil sie nur den jpg-Modus betreffen, muss umdenken. Videoaufnahmen werden in komprimierter Form gespeichert und daher werden auch die Einstellungen im Menüpunkt Picture-Control wirksam, die Farben, Sättigungen und Schärfe regeln. Hier sollte man einen flachen Modus wie NEUTRAL wählen. Das lässt die Möglichkeit für spätere Anpassungen in der post production offen. 

 

Für die Videografie mit der Nikon D5300 habe ich mir für die Kameraeinstellungen eine Checkliste erstellt: