Richtig Fokussieren


Eine ganz entscheidende Voraussetzung für eine gelungene Aufnahme ist die richtige Scharfstellung. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden. In manchen Fällen kann eine manuelle Fokussierung die beste Methode sein. In der Regel nutzt der Fotograf jedoch eine der Autofokusfunktionen um schnell und zuverlässig die richtige Entfernungseinstellung vorzunehmen.

 

Eine moderne DSLR wie beispielsweise die Nikon D5300 bietet eine fast verwirrende Vielfalt von Einstellungsmöglichkeiten für die Fokussierung. Das heisst aber nicht das man wirklich alles braucht und vor jeder Aufnahme die Einstellungen ändern muss. In der Praxis kommt man mit wenigen bewährten Standardeinstellungen aus.

 

Aus der Bedienungsanleitung für die D5300 habe ich einmal die möglichen Kombinationen von Fokus-Modus und Messfeldsteuerung herausgefiltert und tabellarisch dargestellt. Grundsätzlich hat die Kamera zwei verschiedene Fokussysteme. Beim Fotografieren mit dem Sucher arbeitet ein Phasendetektions-Autofokus und im Live-View-Modus ein Kontrast-Autofokus. In den meisten Aufnahmesituationen nutze ich den Sucher und setze den Modus AF-C in Kombination mit der dynamischen Messfeldsteuerung (39 Messfelder) ein. Das sorgt für eine automatische Schärfenachführung wenn das Objekt oder die Kamera sich bewegen. Die Unterschiede zwischen 9, 11 oder 39 Messfeldern bei der dynamischen Messfeldsteuerung habe ich nicht ausgetestet und mich vorsichtshalber für 39 Messfelder entschieden. Das Auswahl-Messfeld muss mit dem Multifunktionswähler vorher festgelegt werden. Hier erleichtert die Beschränkung auf 11 angezeigte Messfelder über das Individualmenü die schnelle Auswahl. Im Gegensatz zur Einzelfeld-Messfeldsteuerung werden bei der dynamischen Steuerung benachbarte Fokusmessfelder mit berücksichtigt. Eine ähnliche Funktion ist das 3D-Tracking. Hier wechselt auch das aktive Messfeld. Ich habe es bisher nicht eingesetzt, weil es als langsamer und ungenauer gilt als die dynamische Steuerung.

 

Wenn die Kamera auf dem Stativ steht für statische Motive, für Kugelpanoramen, für Makros, für Nachtaufnahmen oder ähnliches kann es sinnvoll sein im Live-View-Modus zu arbeiten. In solchen Fällen arbeite ich gerne mit dem manuellen Modus in Verbindung mit der normalen Messfeld-Auswahl und der Lupenfunktion des Monitors.